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21.11.08 10:47
DSL-24


United Internet drängt sich im Moment nicht auf

14. November 2008 Nach einem robusten Höhenflug bis Ende des vergangenen Jahres hat die Aktie des Medien- und Telekommunikationsunternehmens United Internet den Aufwärtstrend gebrochen und inzwischen etwas mehr als 60 Prozent ihres Wertes verloren.

Diese Entwicklung mag auf der einen Seite mit dem allgemeinen Verkaufsdruck an den Börsen zusammenhängen. Auf der anderen Seite läuft das operative Geschäft weniger dynamisch als in der Vergangenheit. Das Unternehmen senkte seine Jahresprognose am Donnerstagabend wegen der Flaute im Online-Werbegeschäft erneut.

Wachstum des operativen Geschäfts schwächt sich ab ...

Der Rückgang beim Online-Marketing habe das Wachstum im dritten Quartal deutlich gebremst und auch die Aussichten für das Gesamtjahr gedämpft, teilte es mit. Das operative Geschäft soll demnach nur noch um zehn Prozent wachsen. Bislang hatte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 16 Prozent und eine Ergebnissteigerung von 20 Prozent in Aussicht gestellt.

Man wolle nun verstärkt auf die Kosten achten, sagte Vorstandschef Ralph Dommermuth. Konkrete Sparmaßnahmen kündigte er aber noch nicht an. Die Vermarktungstochter AdLink hatte vor gut zwei Wochen schwache Zahlen für die ersten neun Monate 2008 vorgelegt und die Prognose für das Geschäftsjahr gesenkt. Zudem warnte AdLink, wegen der schwer einzuschätzenden Einflüsse der Konjunkturentwicklung auf den weiteren Geschäftsverlauf sei der Ausblick „nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet“.

Neben der Konjunkturflaute schlug auch die Entwicklung an den Börsen auf das Ergebnis des Internetdienstleisters durch. Denn United Internet musste auf die Beteiligungen an Freenet in Höhe von 7,2 Prozent, an Drillisch in Höhe von 9,7 Prozent - Drillisch ist seinerseits zu knapp 26 Prozent an Freenet beteiligt - und an Versatel in Höhe von 25,2 Prozent 145,6 Millionen Euro abschreiben, nachdem deren Börsenkurse stark gefallen waren. Unterm Strich führte das im dritten Quartal zu einem Verlust von 103,8 Millionen Euro. Auch Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stiegen nicht so stark wie von Analysten erwartet. United Internet erwirtschaftete nach einem Zuwachs von 8,6 Prozent einen Umsatz von 407,4 Millionen Euro und nach einem Zuwachs von gerade einmal 1,4 Prozent ein Ebitda von 77,7 Millionen Euro.

F.A.Z.
Text: @cri

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