21.11.08 10:37 DSL-24 
 | Weitere Preissenkungen im DSL Markt sind nicht zu erwarten 17. November 2008 - Daher sind weitere Preissenkungen im Moment nicht zu erwarten. „Alle Anbieter versuchen, die Preispunkte zu halten“, sagt Marcus Sander, Analyst bei Sal. Oppenheim. Auch United Internet und Arcor, die in der Vergangenheit den Preiskampf immer wieder angefacht haben, haben kein Interesse an weiteren Preisnachlässen. Lieber erhöhen die Unternehmen die Bandbreite oder packen noch Fernsehen und Mobilfunkleistungen obendrauf.
Da sich das DSL-Wachstum abschwächt, wächst aber der Druck zur Konsolidierung. „Am Ende werden drei, maximal vier Anbieter übrigbleiben. Die Deutsche Telekom und Vodafone sind gesetzt. Hansenet und Telefónica O2 könnten sich zusammentun und ein starker dritter Anbieter werden, während United Internet seine Position mit der DSL-Sparte von Freenet stärken könnte“, beschreibt Sander ein mögliches Szenario. United Internet profitiert im Moment davon, dass sich gleich mehrere Netzbetreiber wie Telefónica, Arcor oder QSC gegenseitig unterbieten, damit sie die DSL-Kunden des Unternehmens auf ihr Netz bekommen, um es auszulasten. Dieser Wettbewerb der Netzbetreiber bringt United Internet in die komfortable Situation, auch ohne eigene Infrastruktur konkurrenzfähig zu sein. Sollte aber auch eine Konsolidierung unter den Netzbetreibern einsetzen, könnte dieser Vorteil schnell dahin sein. „Dann könnte United Internet doch noch sein DSL-Geschäft verkaufen, zumal sich ein Käufer - sei es Vodafone oder Hansenet/Telefónica - eine uneinholbar starke Position als Nummer zwei auf dem Markt sichern würde“, sagt Sander. Wenn das Kartellamt mitspielt, könnten aus drei am Ende nur ein Kabelnetzbetreiber werden, so dass der gesamte Breitbandmarkt in der Hand von vier Unternehmen liegen würde.
F.A.Z. Von Holger Schmidt |