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26.09.08 12:03
DSL-24


Streit ums Super-Internet

Die nächste Ausbaustufe des europäischen Internets auf Glasfaser-Leitungen wird Milliarden kosten. Darüber, wie diese Investitionen wieder eingespielt werden sollen, ist eine heftige Diskussion zwischen Regulierungsbehörden und EU-Kommission entbrannt.

Das Internet soll schneller, ein Highspeed-Monopol aber verhindert werden. So in etwa könnte man Pläne der EU-Kommission deuten, wonach die großen europäischen Telekommunikations-Konzerne künftig auch neu verlegte Glasfaserleitungen mit ihren Mitbewerbern teilen sollen. Die neue Regelung gehe aus einem Entwurf der EU-Kommission für eine Empfehlung an die nationalen Regulierungsbehörden hervor, auf den sich die " Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Montagausgabe bezieht. Bisher waren Ex-Monopolisten wie die Deutsche Telekom lediglich dazu verdonnert, bestehende Kupferkabel aus ihren Altbestand der Konkurrenz zugänglich zu machen.

Über die neuen Hochgeschwindigkeitsnetze können Daten erheblich schneller übertragen werden als bisher. Während bei den alten Kupferlitzen meist mit 16 Megabit pro Sekunde das Ende der Fahnenstange erreicht ist, werden für Glasfaserleitungen je nach Ausbaustufe zwischen 30 Megabit und 1 Gigabit in Aussicht gestellt. Derartige Übertragungsleistungen sind vor allem mit Blick auf neue Online-Anwendungen wie etwa DSL-TV-Übertragungen wichtig.

Der Ausbau der Netze auf die neue Technik bedingt allerdings Milliardeninvestitionen. Die BBC etwa zitiert aus einem Bericht einer Beratergruppe der britischen Regierung, wonach der Ausbau der britischen Kabelnetze mit Glasfasertechnik je nach technischem Niveau zwischen 6,3 und 35,8 Milliarden Euro kosten würde. Problematisch sei dabei vor allem der Ausbau in ländlichen Gegenden, wo die Kosten pro Anschluss verglichen mit städtischen Gebieten deutlich höher wären. "Wenn ländliche Gebiete innerhalb eines sinnvollen Zeitrahmens versorgt werden sollen, sollte man jetzt über kreative Lösungen nachdenken, wie man solche Investitionen attraktiver machen könnte," fordert Antony Walker, Chef der Broadband Stakeholder Group, einer Vereinigung der britischen Breitbandanbieter.

Mehr Infos finden Sie auf www.spiegel.de

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