22.04.08 14:25 DSL-Team 
 | TK-Branche will flächendeckend DSL anbieten Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland vom heutigen Dienstag, verspricht die Telekommunikationsbranche flächendeckendes DSL und macht damit den Einwohnern ländlicher Regionen endlich Hoffnung auf einen DSL-Anschluss. Denn nach Einschätzung des Branchenverbandes VATM dürften alternative Breitbandtechnologien nicht mehr als 5 Euro pro Monat zusätzlich kosten als die normalen DSL-Anschlüsse in Ballungszentren.
"Wenn man die richtige Technologie findet, werden die Preise in 90 Prozent aller Fälle auf dem marktgängigen Niveau liegen", so der VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner gegenüber der Financial Times Deutschland. Seit Jahren besteht in ländlichen Regionen ein Breitband-Problem und es wird schon eine Zeit lang an einer Lösung zur Schließung der Breitband-Lücke gearbeitet allerdings bisher mit wenig Erfolg.
Dabei wird häufig argumentiert, dass kostengünstige Breitbandangebote auf dem Land nicht realisierbar seien. Im Vergleich zu den ländlichen Regionen gibt es in den Großstädten allerdings einen regelrechten Preiskampf zwischen den Anbietern.
Die großen Breitbandanbieter wozu die Deutsche Telekom AG und Arcor zählen, wollen oder können nicht ihre Breitbandnetze auf dem Land ausbauen. Dort wo kein Breitband zur Verfügung steht, gibt es DSL-Alternativen wie Wimax oder UMTS jedoch sind die Bürgermeister damit überfordert ihren Bürgern ein entsprechendes günstiges aber auch umsetzbares Breitbandangebot präsentieren zu können.
Im Rahmen einer Breitbandaktion des Bundes sollen die Bürgermeister am Ort zusammen mit Experten, Anbietern und Firmen nun prüfen, welche Voraussetzungen bestehen. Bereits im Frühsommer soll eine erste bundesweite Befragung in den Gemeinden durchgeführt werden. Vom Bund wurde das Ziel gesetzt 99 Prozent aller Haushalte an Breitband-Internet anzuschließen. |